10 Fakten &Irrtümer über Viagra



1. Viagra als beliebtes Aphrodisiakum

Ein Aphrodisiakum dient der sexuellen Luststeigerung. Hierfür ist Viagra jedoch nicht geeignet, denn es funktioniert ausschließlich als Reaktion auf einen sexuellen Reiz. An dieser Stelle ist klar zwischen Lust und Erektionsfähigkeit zu unterscheiden. Letzteres kann beispielsweise mit hormonellen oder anderen physischen Rahmenbedingungen nur bedingt möglich sein. Viagra schafft durch seine medizinische Wirkungsweise hier Abhilfe.
 

2. Viagra wirkt auch bei Frauen

Nach Herstellerangaben auf dem Beipackzettel von Viagra ist die Anwendung nur bei Männern sinnvoll. Es gibt Studien, die eine mögliche Wirkung auf das weibliche Empfinden nachwiesen. Dies war jedoch nur unter Einnahme weiterer spezieller Medikamente möglich.
 

3. Viagra löst alle Probleme

Erektile Dysfunktionen entstehen entweder aus psychischen, anatomischen oder physiologischen Problemen. Die Wirkungsweise Viagras ist lediglich auf Letztere ausgelegt. Aus diesem Grund muss der Anwendung des Medikaments eine ärztliche Anamnese vorausgehen. Schließlich können Probleme anderer Art nicht durch die Einnahme von Viagra behoben werden.
 

4. Viagra als einzigartige Wunderpille

Die Zulassung von Viagra erfolgte ausschließlich zur Behandlung erektiler Dysfunktionen. Wenn sich Männer über ihre Potenzfähigkeit definieren und Glück beziehungsweise Erfolg davon abhängig machen, kann die Einnahme von Viagra zu Enttäuschungen führen. Nicht zuletzt ermöglicht Sildenafil eine Erektion nur dann, wenn ein attraktiver, sexueller Reiz der Einnahme vorausgeht.
 

5. Viagra ist eine nicht rezeptpflichtige Lifestyle Droge

Das verschreibungspflichtige Medikament Viagra wird ausschließlich aufgrund einer ärztlichen Diagnose verordnet. Vor allem Männer ab 50 Jahren gehören zur Patientengruppe. Aufgrund möglicher Neben- und Wechselwirkungen ist der Gang zum Arzt auf jeden Fall notwendig. Möglicherweise ist damit eine gewisse Scham verbunden. Betroffene Männer können die Möglichkeit nutzen, Viagra mit Rezept online zu erwerben.
 

6. Desto höher die Dosierung, umso besser wirkt Viagra

Häufig entsteht dieser Trugschluss. Tatsächlich verordnet der Arzt als erste Einnahme die niedrigste Dosierung. Sollte diese nicht wirken, kann auf ärztlichen Rat hin eine Dosisanpassung erfolgen. Viagra einnehmende Männer sollten sich streng an diese Vorgaben halten. Es können diverse gesundheitliche Komplikationen auftreten.
 

7. Viagra hilft bei jedem Mann und wirkt stets auf die gleiche Weise

In Abhängigkeit von den individuellen, körperlichen Voraussetzungen wirkt Sildenafil bei jedem Patienten anders. Aufgrund dessen gibt es drei verschiedene Dosierungen. Hinzu kommt, dass es für Menschen, welche an bestimmten Krankheiten leiden, nicht geeignet ist. Dies ist ebenfalls bei einigen anatomischen Beschwerden beziehungsweise psychischen Indikationen der Fall.

Ebenfalls gibt es einige Krankheiten, die eine positive Wirkung von Viagra behindern. Hierzu zählen beispielsweise Multiple Sklerose oder Querschnittslähmung. Damit verantwortliche, körpereigene Prozesse durch Viagra aktiviert werden, ist das Funktionieren aller verantwortlichen Nervenbahnen notwendig. In diesen Fällen wird der Arzt ein alternatives Präparat verordnen.

Nicht zuletzt hängt die jeweilige Wirkung von Viagra auch mit der Stärke des vorausgehenden sexuellen Reizes zusammen.
 

8. Viagra schützt vor STIs (Geschlechtskrankheiten)

Es gibt bis dato kein Medikament, welches vor Geschlechtskrankheiten schützt. Ausschließlich Kondome gewährleisten während sexueller Kontakte einen zuverlässigen Schutz. Das falsche Bild entstand bereits während der ersten Jahre nach der Zulassung von Viagra. Tatsächlich beruht es jedoch auf einer ungenügenden Aufklärung. Vor allem Personen, die Viagra während häufig wechselnden Sexualkontakten ohne zusätzlichen Schutz missbrauchen, sind besonders oft von Geschlechtskrankheiten betroffen.
 

9. Viagra macht süchtig

Weder der aktive Wirkstoff Sildenafil, noch andere Bestandteile dieses Medikaments gelten als suchtauslösend. Vielmehr basiert dieses Vorurteil auf einem häufig beobachteten Phänomen. Wird Viagra sehr oft von Männern eingenommen, so kann es sein, dass bei einem darauffolgenden Geschlechtsverkehr ohne Medikament die Empfindung beziehungsweise das sexuelle Erlebnis gefühlt abgenommen hat.

Dieser Zusammenhang basiert auf der Tatsache, dass sich der Mann an die Wirkung von Viagra gewöhnt hat. Entsprechend ist eine suchtverursachende Wirkung rein theoretisch möglich, jedoch in der Praxis nicht existent.
 

10. Viagra verursacht Herzinfarkt und andere tödliche Krankheiten

Ähnlich wie bei anderen Medikamenten kann auch die Anwendung von Viagra mit Neben- und Wechselwirkungen verbunden sein. Dies trifft vor allem dann zu, wenn der Patient bereits andere Medikamente einnimmt. Grundsätzlich weist der verordnende Arzt auf entsprechende Wirkungen hin und verschreibt eine individuelle Dosierung.

Hauptsächlich traten Todesfälle bei Männern auf, die Arzneimittel zur Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen beziehungsweise Antidiabetika einnahmen. Ähnlich wie bei einer übermäßiger Dosierung von Viagra besteht hierbei die Gefahr eines Herzstillstandes. Maximal dürfen 100 Milligramm Sildenafil einmalig innerhalb von 24 Stunden eingenommen werden.

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